Sidi Bishr - Offiziersgefangenenlager in Ägypten

 

Bereits kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs richteten die Briten in ihrem Einflussgebiet Internierungslager für deutsche Zivilisten ein. In kurzer Zeit entstanden in der Nähe von Kairo Lager in Tura, Maadi, Heliopolis und in der Nähe von Alexandria Sidi Bishr. Ein Teil der Internierten wurden aber auch in Malta untergebracht. Anfänglich wurden in diesen Lagern Soldaten der deutschen Schutztruppen und Kriegsmarine untergebracht, vereinzelt aber auch Angehörige des Asienkorps. Hauptsächlich wurden aber die Einheiten, die im nahen Osten festgesetzt wurden, nach Indien und dort in das Lager Ahmednagar in der Nähe vom Bombay gebracht. 

Das Offiziersgefangenenlager Sidi Bishr bestand anfänglich aus einem 500m² großen Areal in dem Spitzzelte und Asbestbaracken aufgestellt wurden. Bis kurz vor Kriegsende 1918 waren in den Lagern bis zu 2000 deutsche Soldaten untergebracht, die Hälfte davon Angehörige der deutschen Schutztruppe aus Deutsch-Ostafrika. Mit dem Ende des Kriegs stieg in Ägypten die Anzahl auf knapp 6000 deutsche Soldaten, davon etwas mehr als 300 Offiziere.

Die gezeigten Aufnahmen sind hauptsächlich Bilder aus dem Nachlass zweier Angehöriger der "SMS Königsberg".